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Studentengeschichte

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Studentengeschichte

1. Zeit der Universitätsgründungen

Im Abendland waren ursprünglich die Klöster Zentren der Pflege von Wissenschaft und Kunst. Schulen wurden in Deutschland erst im 12. Jh. gegründet. Sie waren Tummelplatz umherziehender Scholaren, die einen sehr lockeren Lebenswandel führten. An diesen Schulen konnten aber keine akademischen Grade erworben werden. Wer sich weiterbilden wollte, mußte nach Frankreich oder Italien.

In Italien entstanden aus den kirchlichen Schulen Universitäten. Die erste schon Anfang des 12. Jahrhunderts in Bologna. Alle, die dort studierten, waren nach ihren Herkunftsländern in Nationes gegliedert, denn Studenten und Lehrer an den Universitäten galten nicht als Bürger der jeweiligen Stadt. Auschlaggebend war die landesherrliche Zugehörigkeit. Die Nationes hatten ein weitgehendes Mitspracherecht an der Verwaltung der Universität und sogar bei der Wahl des Rektors (Universitas magistrorum et scholarium).

Wer inskribieren wollte, mußte vorher einer der Nationes beitreten. Das ergab sich aus der durchorganisierten Gesellschaft des Mittelalters. Jeder Mensch hatte einen Platz in der gottgewollten Ordnung (Gilden, Stände, Zünfte), die Schutz und Recht gewährte. Jeder, der nicht einer Ordnung angehörte, war schutzlos und somit vogelfrei.

In Frankreich entstand zu dieser Zeit die Sorbonne, die aber eine universitas magistrorum war, der die Studenten völlig untergeordnet waren. Statt verschiedener Nationes bildeten sie nur ein umfassendes Kollegium, das später Bursa genannt wurde.

Unter diesen und auch unter kirchlichen Einflüssen entwickelten sich auch auf deutschem Boden Universitäten, die zuerst ebenfalls internationalen Charakter hatten. Die erste wurde 1348 in Prag von Kaiser Karl IV., der selbst einige Jahre an der Sorbonne studiert hatte, gegründet. Als erste rein deutsche Universität folgte 1365 in Wien die "Alma mater Rudolfina", die eine Gründung Herzog Rudolfs IV. war. Weitere folgten in Heidelberg (1368), Köln, Leipzig und Rostock.

Auch auf den deutschen Universitäten gab es einheitliche Kollegien. Jene Studenten, die aus derselben Gegend kamen, bildeten Bursen, die zur Unterscheidung verschiedene Namen trugen. Daran erinnert noch heute die Rosenbursenstraße im 1. Wiener Gemeindebezirk. Die Mitglieder einer Burse bildeten eine Wohngemeinschaft mit fast klösterlicher Ordnung und geistlicher Tracht unter einem Bursenrektor als Vorstand. Das Haus selbst wurde Burse genannt.

Neulinge wurden, damit sie inskribieren durften, unter sehr rohen Zeremonien aufgenommen (Deposition). Man behängte den Beanus (=Gelbschnabel) mit Hörnern, Hauerzähnen und einem struppigen Bart, verspottete ihn und traktierte ihn mit Schlägen. Anschließend nahm man ihm alles wieder mit überdimensionalen werkzeugen ab, begoß ihn mit Salz und Wasser (Fuxtaufe) und gab ihm übelriechende Gegenstände zu essen (Kuhdung aus dem Ochsenstall). Daran erinnern noch heute Rezeption, Branderung und Fuchsenritt.

2. Pennalismus und Landsmannschaften

Im Zeitalter des Humanismus und der Renaissance ging der kirchliche Einfluß zurück. Das studentische Leben wurde freier, artete aber auch immer mehr aus. Statt der klösterlichen Tracht wurde bürgerliche und höfische Kleidung getragen.

Die Neulinge mußten ein ganzes Jahr einem älteren Studierenden, dem sogenannten Leibburschen, niedere Dienste verrichten und für sein Wohlergehen sorgen. Während dieser Zeit wurde er Pennal (penna =Feder) genannt. Erklärten sich alle Mitglieder der Vereinigung bereit, ihm Absolution zu erteilen, wurde ihm unter neuerlichen Martern das Versprechen abgenommen, die Neuen genauso zu "agieren und tribulieren" wie es ihm selbst geschah, nach Absengen und Abscheren der Haare der Degen umgehängt und er zum fröhlichen Burschen ernannt.

Oft wurde die Universität von den Studierenden gewechselt. Die umherziehenden Studiosi nannte man Vaganten. Diese waren meist sehr arm und auf Spenden und Diebstahl angewiesen. Ihr Ruf war sehr schlecht. Sie waren oft gezwungen, sich selbst zu verteidigen. Daraus ergab sich das Tragen von Säbel oder - viel häufiger - von Degen. Das Tragen von Waffen war damals nur dem Adel gestattet. Es bedurfte daher langer harter Kämpfe, bis es den Studenten 1514 durch Kaiser Maximilian I. erlaubt wurde, öffentlich Waffen zu tragen.

In der Folge verlor das Bursenwesen an Bedeutung und die landsmannschaftlichen Organisationen (Landsmannschaften) blühten auf. Diese setzten sich aus Bewohnern einer Landschaft oder politischen Einheit zusammen (z. B. Meißner, Lausitzer...), identifizierten sich mit ihrem Landesherrn und trugen auch dessen Farben (weiß blau=Bayern, schwarz-weiß=Preußen) in Form von Schärpen, Quasten, Kokarden u. ä.

Sie entfernten sich aber immer mehr vom Boden der Uni, wurden ob ihrer wilden Sitten verfolgt und verboten, gediehen im Geheimen aber um so besser.

Zur Zeit des 30jährigen Krieges erreichten Zucht und Ordnung einen Tiefstand. Das Duell wurde zur Selbstverständlichkeit, das Trinken artete in Saufen aus, und es entstand das "ius potane" (Trinkcomment).

Im 18. Jh. machten die rauhen Sitten feineren Manieren Platz. Der Leibbursch hatte nun im Gegensatz zu früher seinen Leibfuchsen zu schützen und zu leiten. Als Huldigung an den Landesherrn feierte man den Landesvater. Zur besseren Unterscheidung standen seit dem 30jährigen Krieg farbige Hutbänder in Gebrauch. Es fanden sich auch farbige Schleifen am Degenkorb, die ersten Zeichen einer Couleur.

Daneben traten aber nun auch andere Strömungen unter der Studentenschaft auf. Unter Einfluß der Freimaurer entstanden studentische Orden, die sich grundsätzlich auf kleinere Kreise beschränkten, aber unabhängig seiner Herkunft jeden aufnahmen. Besonderer Wert wurde auf Lebensfreundschaft gelegt. Man schuf das Bruderstatut und setzte sich die Beglückung aller Menschen zum Ziel.

Zum Schutz gegen drohende Nachstellungen durch die Landsmannschaften umgab man sich mit Geheimniskrämerei, Schweigepflicht, Zirkel, Chargenzeichen und einem verschlüsselten Wahlspruch. Da aber immer mehr Gewicht auf Äußerlichkeiten gelegt wurde, verflachte das Verbindungsleben. Als die studentischen Orden auch noch die französische Revolution verherrlichten, wurden sie von den Landesherrn aufgelöst.

3. Die Burschenschaften

3.1. Die Corps

Viele Einrichtungen der studentischen Orden und der alten Landsmannschaften wurden von den im 19. Jh. aufkommenden Corps übernommen. Da zu dieser Zeit die Herrschaft Napoleons schwer über Europa lastete, strömten die Studenten - wie das übrige Volk - zu den Waffen.

In Preußen entstanden Freicorps, deren berühmtestes von Lützow kommandiert wurde und das fast nur aus Studenten bestand. Sie sahen in der Konfrontation mit den Franzosen zum ersten Mal, was eine Nation als Staat ist. Die französischen Soldaten kämpften alle unter einer Fahne und sangen ihre Vaterlandslieder. Angesichts solcher Tatsachen auf der einen und der Zerrissenheit und Uneinigkeit Deutschlands auf der anderen Seite entsprang besonders bei der deutschen Jugend der Wunsch nach Einigkeit.

3.2. Die Allgemeine Deutsche Burschenschaft

Nach der siegreichen Beendigung der Befreiungskriege gründeten die heimgekehrten Jenaer "Vandalier" zunächst eine Burschenschaft, der viele andere folgten. Diese nahmen 1817 am ersten Wartburgfest teil, bei dem Bücher verhaßter Schriftsteller verbrannt wurden; ebenso als Zeichen der Unterdrückung ein preußischer Zopf und ein österreichischer Korporalsstock.

Bald danach hatten die Einigungsbestrebungen Erfolg. Es entstand die übergeordnete Sammel-verbindung "Allgemeine Deutsche Burschenschaft", die eigene Bundessatzungen hatte und die Farben schwarz-rot-gold (Lützow´sches Freicorps) aufwies. Zum Wahlspruch wurde "Gott, Ehre, Freiheit, Vaterland" erhoben und das Duell geächtet.

Ursprünglich unpolitisch machte sich die ADB durch ihr Streben nach Freiheit, Gleichheit aller Bürger und nach dem deutschen Zusammenschluß bei den Landesherrn immer unbeliebter - ja verhaßt.

Im März 1819 ermordete der protestantische Theologiestudent und Burschenschafter Carl Sand den Schriftsteller und Staatsrat August Friedrich von Kotzebue, der in seinen Schriften wiederholt gegen die Studentenschaft zu Felde gezogen war. Dies führte noch im selben Jahr zu den berüchtigten "Karlsbader Beschlüssen" von Metternich, durch welche die ADB verboten wurde.

Im Geheimen blieben die einzelnen Verbindungen weiterhin bestehen, teilten sich jedoch in eine unpolitische (Arminen) und eine radikalpolitische (Germanen) Gruppe. Die "Germanen" gaben 1827 auf dem Burschentag zu Bamberg das christliche Gedankengut auf. 1833 beteiligten sich die Radikalsten unter ihnen am berüchtigten "Frankfurter Wachensturm". Neue blutige Unterdrückungen waren die Folge - besonders im Polizeistaat Metternichs, in Österreich.

1841 wird in unserem Nachbarland Schweiz von den Korporationen der Schweizerische Studentenverein gegründet (StV)

Das Revolutionsjahr 1848 brachte noch einmal einen Höhepunkt im Kampf um die Unabhängigkeit, die Gewährung einer Verfassung, die Schaffung einer Volksvertretung und um die Lehr- und Lernfreiheit.

3.3. Liberale und nationale Strömungen

Neben den Burschenschaften hatten - allerdings weniger beachtet - die landsmannschaftlichen Corps weiterbestanden. Nach 1848 wandten sich diese dem Liberalismus zu und wurden unter dieser Zeitströmung zur machtvollsten akademischen Organisation, die alle anderen Studentenverbindungen zu unterdrücken versuchte. Neben der Abkehr von der Religion bekannte man sich zur absoluten Satisfaktion, strengem Comment, kritikloser Subordination und absoluter Anerkennung der monarchistischen Staatsautorität. Sie beherrschten mit ihren Ansichten die Offizierskreise und verloren erst nach dem Ersten Weltkrieg ihren großen Einfluß. Von ihnen blieb einiges Gutes erhalten, z. B. der Korporationsgeist und der Ertüchtigungsgedanke.

3.4 Entstehung von Tracht und Comment

Der Rückblick zeigt also, daß die Studentenvereinigungen von allen Zeitströmungen erfaßt wurden, ja, diese sogar beeinflußten. Der Sinn für das Moderne kommt in den wechselnden Trachten, Sitten und Gebräuchen zum Ausdruck. Daher ist der Comment kein studentisches Gesetzbuch, sondern eine Sammlung der zur Zeit geltenden studentischen Gebräuche.

Die studentische Tracht hat sich hingegen seit der Zeit der Urburschenschaft kaum verändert. Damals wurde zum Barett das altdeutsche Kleid, ein langer schwarzer Knöpfelrock aus grobem Tuch oder Flausch (daher Flaus) mit weißen Turnhosen getragen.

Um 1820 kamen statt des Baretts Band und Mütze auf. Großen Einfluß übte auch der Polenaufstand 1830 aus: der Flaus wurde nach Polenart verschnürt. Als Nachbildung der polnischen Reitermütze entstand der "Stürmer" und seine verkleinerte Form, das Cerevis. In Anlehnung an die alten Lands-mannschaften fanden die Schärpen Verwendung. Dazu wurde, da um diese Zeit wieder Duell und Mensur aufkamen, der Korbschläger mit Farben getragen.

4. Beginn der christlichen Studentenverbindungen

Etwa seit 1830 waren religiöse Kreise in der Studentenschaft bestrebt, abseits der radikalen Methoden der Burschenschafter neue Wege zu gehen. Ein soziales Programm sollte die politischen Forderungen ablösen. Anstelle der Exklusivität der Corps, denen nur Adelige oder Reiche beitreten konnten, trat wieder die Volksverbundenheit.

In Norddeutschland schlossen sich einige evangelische Verbindungen zum "Wingolf" zusammen. Als erste katholische Verbindung wurde 1844 die "Bavaria Bonn" von sechs Theologiestudenten gegründet. Diese ging in den Wirren der Revolution allerdings wieder unter.

5. Entwicklung in Österreich

Im Jahre 1861 wurde der Monarchie ein Vereinsgesetz gegeben, das teilweise auch heute noch in novellierter Form Gültigkeit besitzt. Ab diesem Zeitpunkt konnte das Couleurstudententum in Österreich endgültig Fuß fassen. 1864 wurde die Austria Innsbruck gegründet, viele folgten. Anfangs wurden diese Korporationen vor allem von katholischer Seite abgelehnt, da sie sich äußerlich kaum von den Burschenschaften unterschieden. Später, als jene Verbindungen, die sich ab 1856 im Cartellverband zusammenfanden, um öffentliche Anerkennung rangen, wurden sie, da sie nicht Satisfaktion gaben, von den schlagenden Bünden abgelehnt. Diese Periode der oft hand-greiflichen Auseinandersetzungen wurde "akademischer Kulturkampf" genannt.

Der CV, in den auch die katholischen Verbindungen der Monarchie Aufnahme fanden, gewann vor allem in Süddeutschland und in Österreich Bedeutung. Überhaupt ist das Couleurstudententum ein Phänomen des deutschsprachigen Raumes. Es gibt zwar auch andersvölkische Couleur-Verbindungen (z. B. in Czernowitz und im Baltikum), diese standen aber immer in einem Zusammenhang mit der deutschen Studentenschaft.

Um 1880 drang zunehmend antisemitisches Gedankengut in die Studentenschaft ein. Auch Corps und der CV blieben davon nicht verschont.

6. Zwischenkriegszeit

Der Erste Weltkrieg sah Studenten aller Couleurs einträchtig nebeneinander. Die Annäherung der Waffenstudenten an die katholische Studentenschaft führte 1921 zum Erlanger Verbändeabkommen, das Ehrenangelegenheiten zwischen schlagenden und nicht-schlagenden Studenten regelt.

Während des Schuljahres 1918/1919 wurde in Österreich das Koalitionsverbot für Mittelschüler aufgehoben. Dadurch wurden die vielen pennalen Verbindungen, die sich schon gebildet hatten, endlich legitimiert. Auch bei den Pennalien kam es alsbald zu einer Unterscheidung in schlagende und nicht-schlagende.

Obwohl die politische Ordnung nach dem Ersten Weltkrieg zusammengebrochen war, blieb die gesellschaftliche aufrecht. Die 20er- und 30er-Jahre führten zu einer wahren Hochblüte des Couleurstudententums. Wer Band und Deckel trug, war der Inbegriff des Studenten schlechthin. Nach ihm richteten sich alle aus. 1928 gab es im deutschsprachigen Raum 1.853 (!) Korporationen mit ca. 80.000 Aktiven und 200.000 Alten Herren.

Der Nationalsozialismus sah in allen studentischen Vereinigungen eine mögliche Opposition, auch wenn keine ideologische Kluft zwischen dem NS-Staat und studentischer Vereinigung (z. B. Burschenschaft) bestand. Nach und nach wurden die Verbände gleichgeschaltet und aufgelöst.

Die Gleichschaltung des CV im Deutschen Reich von 1933 bewog die österreichischen und sudeten-deutschen Verbindungen zur Gründung eigener Verbände (ÖCV 1933) und zum Austritt aus den deutschen Verbänden.

1933 unternahm der österr. Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß den Versuch, einen festgefügten Ständestaat auf katholischer Grundlage zu errichten. Führende Männer zu der Zeit waren MKVer und CVer. Obwohl bis heute immer wieder - vor allen von marxistischer Seite gefordert - besteht kein Grund, sich dieser Männer zu schämen bzw. sich von ihnen zu distanzieren. Dem Kampf gegen die NS-Herrschaft fielen viele MKVer und CVer zum Opfer. Schon am Tag des Anschlusses Österreichs an Deutschland gab es einen mittlerweile traurig-berühmten Transport nach Dachau.

7. Die Zeit seit 1945

Seit Beginn der 2. Republik waren MKVer und CVer am Wiederaufbau Österreichs und der Erlangung der Freiheit von den Besatzungsmächten maßgeblich beteiligt (Julius Raab, Leopold Figl, Felix Hurdes...). Die schlagenden Verbindungen, die vielfach den Verführungen der Nationalsozialisten erlegen waren, sind seit diesem Zeitpunkt in Österreich zur Bedeutungslosigkeit verdammt.

In Deutschland hingegen stehen Burschenschaften, Corps, Landsmannschaften (nicht zu verwechseln mit jenen des 18. Jh.!) der katholischen Gruppe (CV und KV) gleich stark gegenüber.

In den 50er- und 60er-Jahren war der Zustrom zum MKV und ÖCV sehr stark; so waren bis 1970 alle Bundeskanzler und viele Minister CVer und/oder MKVer.

Bedingt durch die hochschulpolitischen Ereignisse der sogenannten "68-er-Revolution", die linkssozialistisches Gedankengut in die Universitäten einbrachte, erlitten die farbentragenden Korporationen einen Rückschlag, die Rezeptionszahlen sanken in den Keller. Viele Verbindungen versuchten durch eine Öffnung nach links den Abfall in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern, doch sollte diese letzte große Krise des Couleurstudententums zeigen, daß sich die Änderung der Prinzipien mehr negativ als positiv auswirkt. Seit den 70er-Jahren und der Rückkehr traditioneller Werte geht es mit dem katholischen Verbindungswesen wieder aufwärts; bestes Beispiel ist die Gründung unserer "Sonnberg" 1976.

Heute sind die gesamtösterreichischen Nachwuchszahlen des MKV etwa so gelagert, daß sie den natürlichen Abgang ersetzen. Leider erfreut sich der MKV derzeit nicht der Bedeutung in der Öffentlichkeit, die ihm eigentlich gebührt. Im ÖCV ist die Situation ähnlich.

Auch wenn das katholische Korporationswesen in seiner heutigen Form noch keine 200 Jahre als ist, so besitzt es doch einen dauerhaften und festen Kern in den vier Prinzipien, an denen es sich festzuhalten lohnt.

Für jeden katholischen Couleurstudenten ist es besonders wichtig, in Diskussionen mit Nicht-Korporierten einen klaren Standpunkt zu vertreten und allen eventuellen Angriffen mit guten Argumenten zu begegnen. Diese sollte man auch historisch belegen können. Auch davon kann das Ansehen des Couleurstudententums profitieren.

Entwicklung der Korporationen

Universität 1365 (Wien)

Nationes Bursen 14. - 16. Jhdt.

Landsmannschaften 17. - 18. Jhdt.

Stud. Orden Corps Ende des 18. Jhdt.

Urburschenschaft Lützow´sches Freicorps 1815

Wartburgfest 1817

Karlsbader Beschlüsse 1819

Burschenschaften Kath. Verbindungen 1848

Hochschulverbindungen 1864

Pennalien 1876

MCV 1900

VPV 1919

VMK (MKV) 1933

EKV 1975

 

Seite zuletzt von Webmaster bearbeitet: 06. Oktober 2005 12:50

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