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Verbindungsgeschichte

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Verbindungsgeschichte

Im Spätherbst 1975 hatte Hans Peter Perko v. Puschkin (Austro-Danubia Wien) die Idee, in Perchtoldsdorf eine Pennalverbindung zu gründen und begann mit diversen Vorgesprächen.

Am 31. 3. 1976 faßte die MKV-Verbindung Vindobona (1) den Beschluß, in Perchtoldsdorf eine Tochterverbindung zu gründen. Sie legte die Verbindungsfarben fest und beschloß auch die Gewährung eines Darlehens zur Finanzierung der ersten Couleurartikel.

Ebenfalls auf der Bude der Mutterverbindung Vindobona (damals 1040 Wien, Schelleingasse) fand am 20. 4. 1976 der Gründerconvent statt. Beschlossen wurden unter anderem Statuten, Geschäftsordnung, Burschen- und Fuchsenstrophe; außerdem erfolgte die Wahl der ersten Aktivenchargen. Zum Gründungssenior wurde Hermann M. Krause v. Balduin gewählt.

Am 26. 5. 1976 fand beim Heurigen Anton Spiegelhofer in der Brunnergasse die erste Kneipe Sonnbergs statt, in deren Rahmen die ersten acht (!) Füchse rezipiert werden konnten. Am selben Tag wurde auch der Altherrenverband konstituiert, der Bb Puschkin zum Gründungsphilistersenior wählte.

Am 25. 6. 1976 durchbohren die Gründer erstmals im Rahmen einer Landesvaterfestkneipe ihre neuen Deckel. Der 25. 6. wird später durch Dauerbeschluß des BC als Fixtermin für den Sonnberg-Landesvater verankert.

Im ersten Jahr ihres Bestehens nimmt Sonnberg auch an der Fronleichnamsprozession im Ort bei. Viele Perchtoldsdorfer müssen sich an das neue Bild der "bewaffneten" Studenten erst gewöhnen, und auch mit der Feuerwehr ist es nicht so einfach, sich einen Platz neben dem Allerheiligsten zu erkämpfen.

Die Gründer Sonnbergs, die überwiegend aus Vindobonensen, Borussen, Frankonen, Austro-Danuben und Gralern bestehen, finanzierten innerhalb der ersten beiden Semester im Rahmen einer freiwilligen Spendenaktion vier Vollwichsen.

In der Burg zu Perchtoldsdorf konnte am 25. 10. 1976 der Gründungskommers mit etwa 220 Anwesenden geschlagen werden. Innerhalb dieses festlichen Rahmens erklang als Premiere ungeprobt das von Dr. Raimund Stocker v. Erze verfaßte Bundeslied Sonnbergs.

Anläßlich des 1. Stiftungsfestes 1977 gibt Sonnberg eine Festschrift heraus. Im selben Jahr erfolgt der Beitritt zum MKV.

In der Anfangszeit fand der Verbindungsbetrieb hauptsächlich im ÖAAB-Heim in der Salitergasse und in diversen Lokalen statt. Erst im Herbst 1979 erhielt Sonnberg vom damaligen Bürgermeister Mag. Siegfried Ludwig einen Vertrag für einen Raum im Hugo-Wolf-Haus in der Brunnergasse 26, der als eigene Bude genutzt werden konnte.

Im Sommersemester 1983 wurde Sonnberg von der Marktgemeinde als Budenersatz ein etwas kleinerer Raum in der Aspettensiedlung zugewiesen. Dieser Kellerraum an der Peripherie des Ortes erwies sich allerdings leider größen- und verkehrsmäßig als nicht sehr günstig.

In diesen Zeitraum fällt auch ein ernster Richtungsstreit verbunden mit einer Nachwuchskrise. Das Wellental wird im Sommersemester 1986 erreicht, als eine Zusammenlegung des Seniorates mit dem Philisterseniorat erfolgte. Die Korporation erfängt sich glücklicherweise dank der vielen starken Persönlichkeiten, die Sonnberg besitzt, wieder relativ rasch.

Im Oktober 1986 wird AH Puschkin aufgrund seiner Verdienste um die Korporation und deren Gründung zum (bisher einzigen) Doctor cerevisiae et vini Sonnbergs promoviert.

1990 erreicht die Altherrenführung Sonnbergs endlich nach langen und zähen Verhandlungen mit der Gemeinde, daß ihr eine Bude in der Brunnergasse 24, also wieder im Zentrum des Ortes, überlassen wird. Vorerst nur ebenerdig unter Mitbenützung des Hofes kann diese Bude als die bisher idealste bezeichnet werden. 1995 wird der Vertrag erweitert und Sonnberg erhält auch die Räumlichkeiten im 1. Stock, was eine Verdoppelung der Bude bedeute. Seither verfügt Sonnberg quasi über ein eigenes Korporationshaus, wenn sie auch leider nicht Besitzerin ist. Unter sehr großen finanziellen und personellen Kraftanstrengungen widmet sich der AHV in der Folge weiterhin dem Budenaus- und -umbau.

Von 1978 bis 1990 erscheint die Verbindungszeitung "HIC ET NUNC", die neben den Bundesbrüdern auch einen sehr großen Kreis von Kartellbrüdern erreicht. Die Zeitung ist sehr angesehen und erhält zum Pennälertag 1984 sogar einen Preis der Franz-Maria-Pfeiffer-Stiftung des MKV. Es erschienen insgesamt 67 Ausgaben.

1988 und 1989 veranstaltet Sonnberg gemeinsam mit e. v. KÖStV Borussia im schönen Rahmen der Perchtoldsdorfer Burg erfolgeich einen Couleurball.

1991 und 1992 erscheint unter der Leitung von Bb Reinhart Handl v. Alarich als Sondernummer der HIC ET NUNC je eine Jahreschronik in broschierter Form, die aber innerhalb der Korporation offensichtlich nicht so recht ankommt, da die Mitarbeit der Sonnberger an dieser Publikation zu wünschen übrig läßt.

Seit 1991 gibt es den Altherrenrundbrief, der vom Philister-Chargenkabinett herausgegeben wird, etwa alle 4 - 6 Wochen erscheint und ein wichtiges Kommunikationsmittel darstellt. Er ist ein internes Mitteilungsblatt und richtet sich an die Alten Herren - in Einzelfällen zusätzlich auch an die Aktiven. Bis Ende 1997 erschienen 52 Ausgaben.

Seit 1993 nimmt Sonnberg als Gründungkorporation mit Aktiven- und Altherrenvertreter regelmäßig an den Blocksitzungen teil.

Von 1984 bis heute veranstaltet der AHV meist im Rahmen der Perchtoldsdorfer Kulturtage in der Burg eine sogenannte Dichterlesung. Diese äußerst öffentlichkeitswirksame Großveranstaltung wird seit Jahren von AH Erich Perko v. Perkeo umsichtig und penibel organisiert und ist überdies auch ein finanzieller Erfolg.

Überhaupt im Vergleich zu vielen anderen Korporationen im MKV hat Sonnberg mit seinen derzeit über 90 Bundesbrüdern in den ersten 21 Jahren ihres Bestehens sehr viel erreicht. Vieles ist zweifelsfrei auf die Hartnäckigkeit und das jahrelange Engagement eines harten Kernes der Gründer zurückzuführen, was der Korporation über Jahrzehnte Kontinuität und hohes Niveau brachte. Auf der anderen Seite kann unsere Verbindung auf viele Ursonnberger stolz sein, die nicht nur zu ausgezeichneten Couleurstudenten wurden, sondern es auch in ihrem Studium und Berufsleben zu etwas brachten. Beide Kreise müßten Garanten für eine sichere Zukunft unserer Verbindung sein.

Perchtoldsdorf, Dezember 1997 Hans Peter Perko v. Dr. cer. Puschkin

Sonnbergs Philistersenioren

1976 - 1985: Puschkin
1985 Krügel
1986 - 1991: Mephisto
1991 - 1995: Dr. Puschkin
1995 - 1996: Justus
1996 - Götz

Sonnbergs Stiftungsfestredner

1976 x Balduin Dir. Erich Perko v. Perkeo, Sonnberg
1977 x Balduin Ferdinand Manndorff v. Hortator, Sonnberg
1978 x Dionysos Ernst Wolfram Marboe, Bajuvaria
1979 x Phoebus Pfarrer Alois Stromaier v. Blacky, Austria Krems
1980 x Ikaros DDr. Robert Prantner v. Bobby, Kreuzenstein
1981 x Mephisto Pfarrer Prof. Mag. Dr. Anton Guber, Teurnia-Ortenburg Spittal a. d. Drau
1982 x Fusel Dr. Clemens Steindl, Nc
1983 x Calimero Prof. Mag. Heinrich Kolussi v. Tacitus, Sonnberg
1984 x Petrovsky Dir. Helmut Puchebner v. Herkules, Sonnberg
1985 x Cicero DDr. Robert Prantner v. Bobby, Sonnberg
1986 x Mephisto + Stadtrat Jörg Mauthe (Tonband)
1987 x Poseidon Reinhart Handl v. Alarich
1988 x Ovidius Abg. z. NR Herbert Kohlmaier, Rudolfina
1989 x Cicero Dir. Helmut Puchebner v. Dr. Herkules, Sonnberg
1990 x Ovidius Amtsdir. Dr. Rudolf Gehring v. Pedo, Sonnberg
1991 x Theoderich Bundesminister Dr. Erhard Busek
1992 x Napoleon Pfarrer Dechant Ernst Freiler v. Fidelis, Sonnberg
1993 x Siesta Bürgermeister Dr. Jürgen Heiduschka v. Lukian, Rudolfina
1994 x Camillo Landesschulratspräsident Adolf Stricker v. Titus, Aggstein St. Pölten
1995 x Tizian Karl Nehammer v. Mars, Sonnberg
1996 x Camillo Rechtsanwalt Dr. Stefan Wurst v. Mephisto, Sonnberg
1997 x Kopernikus Stadtrat Peter Maschat v. Fleckerl, Sonnberg

Festredner bei

Bandverleihung LHStv. Mag. Ludwig Helmut Puchebner v. Herkules, Frankonia
Bandverleihung GDir. Dr. Detter Dr. Hans-Walther Kaluza v. Caesar, Thuiskonia

 

Seite zuletzt von Webmaster bearbeitet: 06. Oktober 2005 12:50

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